31.10.2020

19:30 Uhr

Rosy und Ursula, die Überlebenden

Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck
Dirigent: Jan Michael Horstmann

Klarinette: Helmut Eisel

Zwei jüdische Komponistinnen, die in dunklen Zeiten deutscher Geschichte beide ums Überleben kämpfen, die eine durch Flucht nach Amerika, die andere durch Verstecke in wechselnden Kellerräumen.
Rosy Wertheim konnte bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken, als sie Ende der 30er Jahre aus den USA in die niederländische Heimat zurückkehrte, um sich dort mit den Schrecken der deutschen Okkupation konfrontiert zu sehen. Ihr Divertimento für Kammerorchester ist ein leichtes, schwebendes, sehr atmosphärisches Werk, welches in großem Gegensatz zum Concerto für Streicher von Ursula Mamlok steht, welches eher an die klangintensiven Kammersinfonien Schostakowitschs erinnert. Die als Ursula Lewy geborene, 16-jährig aus Berlin nach Ecuador und ein Jahr später in die USA Übersiedelte studierte bei vielen Größen ihrer Zeit, bevor sie selber eine große Komponistenkarriere durchlief. Mit 83 Jahren kehrte sie wieder in ihre Geburtsstadt Berlin zurück, wo sie weiterhin kompositorisch arbeitete und 2016 starb. Ergänzt wird dieser Abend im Zeichen des David-Sterns durch die herrliche Ouvertüre Prokofievs, bevor im zweiten Teil das unsterbliche Klarinettenkonzert Mozarts in einer hinreißend poetischen Version des großartigen Klezmer-Virtuosen Helmut Eisel die Zuhörer verzaubern wird.

 

Sergey Prokofiev – Ouvertüre über hebräische Themen op.34
Ursula Mamlok – Concerto für Streichorchester
Rosy Wertheim – Divertimento für Kammerorchester
W.A.Mozart – Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
(Fassung Helmut Eisel)
 

Mitteldeutsche Kammerphilharmonie
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