
Freitag, 20. November 2026
Saal
19:30
Paula-Busch-Abend
Aufleuchten Production

„Der Paula Busch-Abend“ verwandelt das Theater mit minimalistischen Mitteln in eine Zirkuswelt.
Eine Zirkusartistin und eine Schauspielerin setzen sich ausgehend von ihrer eigenen Situation als Künstlerinnen und Frauen mit Paula Buschs Biografie auseinander. Sie wählen Momente aus, die sie als Ermutigung verstehen, eigene und fremde Lebensentscheidungen als eine Form von Schönheit zu begreifen.
Am Trapez, mit theatralen Mitteln und am Vertikaltuch wird das außergewöhnliche Leben Paula Buschs erzählt, die als Frau, Künstlerin und Unternehmerin gesellschaftliche Hindernisse überwand. Dabei setzen die Darstellerinnen die von Paula Busch entwickelte Darstellungsform ein, in der Schauspiel und Zirkus miteinander verschmelzen.
Das Stück beginnt im Foyer des Theaters mit einer mobilen Ausstellung auf Bauchläden über die Welt des Circus Busch um 1920.
Paula Busch wird 1927 zur Geschäftsführerin eines Zirkusimperiums und schafft eine neue theatrale Kunstform in der Manege. Als Schriftstellerin setzt sie sich gegen die systematische Ausbeutung von Menschen und Tieren ein.
Im Berlin der 1920er Jahre gilt Paula Busch als Königin der Unterhaltung. In einer Zeit, in der sie als Frau ohne männliche Erlaubnis kein eigenes Konto führen darf, leitet sie ein Unternehmen mit mehreren hundert Angestellten in vier Städten. Sie erneuert die Kunstform des Zirkus. Plötzlich spielen sich in der Manege Dramen mit gesprochenen Dialogen und historischen Bezügen ab; artistische Sensationen werden in eine Handlung eingebettet. Der Erfolg dieser Manegenspiele erleichtert es ihr, sich in einer Männerdomäne zu behaupten.
Als sie 1927 das Familienunternehmen Circus Busch übernimmt, ist sie die einzige Zirkusdirektorin im gesamten deutschsprachigen Raum. Bis 1961 steuert sie das Zirkusimperium durch zahllose Herausforderungen wie Weltkrieg, Inflation und politische Unruhen.
Auch ihr Privatleben gestaltet sie selbstbestimmt. Sie beendet eine unglückliche Ehe und lebt fortan bis zu ihrem Lebensende im Jahr 1973 mit ihrer Gefährtin Eleonore Cador zusammen.
Länge: 75 Minuten, keine Pause.
Darstellerinnen: Ida Cramer, Sara Spennemann
Texte: Paula Busch, Sara Spennemann, Alexandra Fischer
Regie: Alexandra Fischer, Robert Nemack
Choreografie: Ida Cramer
Ausstattung: Ida Cramer, Sara Spennemann
Produktion: Aufleuchten Produktionen, Berlin
© Pierre A.J. Smeyers, Laurin Gutwin
Veranstalter:
Salzlandtheater Staßfurt







